Samstag, 26. November 2016

18. Tag 24.11.2016 Austin- Pedernales State Park - San Antonio


Heute ist Thanksgiving, ein Feiertag in Amerika der die Pilger feiert bzw. eine Art Erntedankfest. In vielen Städten gibt es anlässlich dessen Paraden (die wohl bekannteste ist die Macy`s Parade in New York City), es laufen Footballspiele (wie eigentlich an jedem anderen Donnerstag auch) und es gibt traditionell Truthahn mit diversen Beilagen. Wir wollten den Tag eigentlich in Pittsburgh bei meiner Familie verbringen, die ist allerdings über die Feiertage weggefahren, daher hatten wir den Besuch an den Anfang unseres Urlaubs gelegt. Was auch nicht so schlimm war, denn es ist jetzt ja auch kein Feiertag wie Weihnachten. Wir hatten für den Abend einen Tisch in einem Restaurant am Riverwalk in San Antonio reserviert und wollten pünktlich um 18 Uhr etwas shoppen, quasi vorgezogener Black Friday. Als erstes stand bei uns aber nicht San Antonio sondern der Pedernales Falls State Park auf dem Programm, der etwa eine Stunde östlich von Austin lag und den wir am Dienstag wegen Renovierungsarbeiten nicht besuchen konnten, dies holten wir nach. Wir standen früh auf, schrieben Jeff eine Notiz in der wir uns für die Unterkunft  bedankten und machten uns auf dem Weg in Richtung State Park. Obwohl heute ein Feiertag war, waren doch schon recht viele andere Autos auf der Straße, aber es war kein Problem aus der Stadt raus zu kommen und in Richtung State Park zu fahren. Unser erstes Ziel war eine Frühstücksmöglichkeit und dabei waren wir nicht einmal wählerisch was es sein sollte. Der erste McDonalds hatte zu, der nächste Sonic auch und der Burger King an der Tankstelle war auch ganz dunkel, genauso wie der drauf folgende Sonic. Frühstücken schien scheinbar an Thanksgiving ein großes Problem zu werden, na super. Kurz bevor wir am State Park angekommen waren sahen wir ihn, den offenen Fastfoodtempel – Whataburger. Wir kannten diesen Laden nicht, aber das musste sich jetzt ändern. Wir bestellten Rühreier, Würstchen und einen Frühstücksburrito und nach kurzer Wartezeit konnten wir uns endlich für den Tag stärken. Weiter ging es Richtung State Park, der nach seinen Renovierungsarbeiten wieder geöffnet hatte und tatsächlich trotz oder gerade wegen des Feiertags schon sehr gut besucht war. Wir bezahlten die 12 € Eintrittsgebühren, holten uns die Parkkarte und Wanderkarte und machten uns auf dem Weg zum ersten Trail, den Twinfalls overlook. Irgendwie mussten wir da den falschen Eingang erwischt haben, denn unser Weg ging durchs Gebüsch, über und unter Bäume, wir mussten Klettern und viel Zick-Zack laufen. Nach gut 5 Minuten waren wir uns schon nicht mehr sicher, ob wir wirklich richtig waren, umdrehen wollten wir aber auch nicht. Nach weiteren 5 Minuten machten sich vor uns 2 weitere Wanderwege auf, vermutlich der richtige Trail. Wir entschieden uns für den Richtigen und kamen wenige Minuten am Overlook an. Die Aussicht war enttäuschend. Warum das ganze Twinfalls heißt, war uns nicht ersichtlich. Es hätte auch kleiner Bach heißen können, denn mehr als das war es nicht, was man sehen konnte. Also gingen wir wieder Richtung Auto, diesmal über den richtigen Weg.
Der nächste Stopp war der Badebereich des Parks, der gut 10 Minuten Wanderweg vom Parkplatz entfernt war. Wir entschlossen uns keine Schwimmsachen mitzunehmen, da zwar die Sonne schien, es aber nicht so wirklich Badewetter war und das Wasser sicherlich richtig kalt sein müsste. Andreas hielt dies aber nicht ab, seine Hose hochzukrempeln und ein wenig durch das kalte Wasser zu wandern. Auf dem Rückweg zurück zum sicheren Ufer landete er in der Strömung und das Wasser wurde immer höher, Folge war eine komplett nasse Hose inkl. Unterhose.
Wir hatten ja zum Glück die Koffer im Auto, also alles halb so wild.
Als letztes ging es dann endlich zum Namensgeber des State Parks, den Pedernales Falls. Auf einem kurzen Trail ging es hinab zu den Falls. Der Fluss hatte sich hier seinen Fluss entlang von großen Steinen gebahnt. Wir gingen den Fluss ein wenig entlang. Hierbei floss das Wasser über einige kleine Kaskaden ins Tal. Wir kletterten über die Steine. Es hat Spaß gemacht, war aber nach einiger Zeit schon etwas anstrengend.








Deshalb und auch aus Zeitgründen machten wir uns dann auf zurück zum Auto um rechtzeitig zu unserem Dinner in San Antonio zu sein. Wir fuhren etwa anderthalb Stunden bevor wir dann in San Antonio ankamen. Das Ganze war allerdings am Ende gar nicht so einfach. Ein totales Verkehrschaos rund um die Innenstadt erwartete uns. Und wir mussten hierbei auch noch einen Parkplatz finden, da wir uns die 28$ für das Valet Parking zumindest teilweise sparen wollten. Nach einiger Zeit fanden wir dann ein Parkhaus beim Convention Center. Parkgebühren sind normalerweise 10$ aber heute empfing uns ein Schild mit der Botschaft, dass es Thanksgiving, zur Feier des Tages, nichts kostet. Wir parkten unser Auto, gingen die 400 Meter zum Hotel mit samt Koffern und etlichen Tüten und checkten ein. Das Hotel war modisch nicht mehr ganz auf dem Stand der Zeit. Aber wir mussten das nun so hinnehmen und machten uns nach einiger Zeit auf Richtung Restaurant. Das Essen war klassisch wie wir uns dies zu Thanksgiving vorgestellt hatten. Man hätte allerdings auch vor Ort einfach ein etwas günstigeres Restaurant aufsuchen können. Es hatte einiges geöffnet. Da wir dies aber ja nicht wissen konnten und man sich im Urlaub auch mal was gönnen darf war das so schon ganz gut.

Nach dem Essen schlenderten wir noch etwas den Riverwalk entlang. Punkt 18 Uhr gingen wir in die Mall, wo laut Andreas die Läden öffnen sollten und die ersten Black Friday Angebote und Rabatte zu finden sind. Wir waren enttäuscht. Es waren weit und breit keine Läden auf und die, die es doch waren schlossen gerade. Deswegen gingen wir wieder raus,  aßen ein kleines Eis, welches ich größtenteils auf meinem Shirt verteilte und gingen dann zurück zum Hotel. Morgen heißt es schließlich früh aufstehen und einen Black Friday Shopping Marathon hinlegen.

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