Nachdem wir, was beim Anblick des
Hotelzimmers am gestrigen Tag schon bezweifelt werden konnte, die Nacht gut
überstanden hatten, ging es nach einer kleinen Stärkung bei Dennys am Morgen
weiter Richtung Carlsbad Caverns Nationalpark. Etwa eine halbe Stunde nach El Paso
gab es dann die erste Überraschung. Eine Grenzkontrolle. Da wir weder
irgendwelche Dinge schmuggeln wollten, noch einen Mexikaner im Kofferraum
versteckten konnten wir diese schnell hinter uns lassen. Es ging also weiter
auf der Nationalparkroad. Es folgte der Guadalupe Mountains Nationalpark.
Welcher aber für Amerika untypisch nur für ausgiebige Trekkingtouren ausgelegt
war. So besuchten wir nur kurz das Visitor Center, welches Direkt am Highway
gelegen war. Wir nutzen das kostenlose WIFI um zu checken was Werder so macht
(da sah es eigentlich noch ganz gut aus) und es ging auch schon weiter auf
unserem Weg zu den Caverns.
Etwa 45 Minuten später erreichten wir dann den Eingang
zu diesem Nationalpark. Dem eigentlichen Ziel dieses Tages. Am Eingangsschild
war dann bereits eine lange Schlange von Leuten zu sehen, welche sich mit dem
Schild ablichten lassen wollten. Da wir dieses Foto auch machen wollten blieb
uns nichts übrig als uns dort auch anzustellen. De Grund für den Auflauf war
schnell ausgemacht. Eine etwas nervige Familie machte ein ausgiebiges
Fotoshooting mit dem Bild. Als dann 10 Minuten später jeder mit jedem auf dem
Foto war und alle Posen im Kasten waren ging es dann aber auch für alle anderen
ganz schnell. Wir fuhren noch einmal etwa eine halbe Stunde zum Visitor Center
bei dem sich auch der Eingang zum Höhlensystem befindet. Wir mussten leider
feststellen, dass alle Ranger geführten Touren bereits ausgebucht waren. Es war
halt auch Sonntag. Deshalb kauften wir schnell Karten für die Self Guided Tour
und es ging auch schon los. Zumindest fast. Da wir uns nicht für eine Fahrt mit
dem Fahrstuhl entschieden sondern den natürlichen Eingang nehmen wollten, der
sich ein paar hundert Meter vom Visitor Center entfernt befindet mussten wir
dort erst einmal hinlaufen. Da uns dieses so einen Spaß bereitete taten wir dies
sogar zweimal. Eigentlicher Grund dafür war, dass Catrin die zuvor gekauften
Tickets ins Auto gelegt hatte als wir noch einmal ein paar Dinge in den
Rucksack packen wollten. Schließlich erreichten wir dann doch den Eingang. Sehr
beeindruckend. Wir empfehlen jedem dem es irgendwie möglich ist diese Stunde zu
investieren und auf den Fahrstuhl zu verzichten. Es ging insgesamt etwa 230 Meter
hinab. Bis wir unten angekommen waren. (Hier herrschen das ganze Jahr über 13
Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 90%.)
Am Ende des Eingangs (ist schon ein
langes und riesiges System) gelangten wir in den Big Room. Hier kam auch der
Fahrstuhl aus dem Visitor Center an. Es gab einen kleinen Shop, ein Restaurant,
Toiletten und alles was der Amerikaner so braucht in einer Höhle 230 Meter unter
der Erde. Wir machten uns dann aber schnell auf den Weg durch den Big Room. Auch
auf diesem Rundweg von rund 1,5 Meilen gab es an jeder Ecke neue Eindrücke. Es
ist schon fantastisch was die Natur hier geschaffen hat. Noch einmal eine gute
Stunde später kamen wir wieder am Ausgang an. Wir nahmen dann, Catrin war
sichtlich enttäuscht, doch den Fahrstuhl wieder nach oben. Dies ist aber im Allgemeinen
auch so vorgesehen. Es bleibt das Fazit, dass wirklich jeder der hier in der Nähe
ist diesen beeindruckenden Park besuchen sollte.
Wir wollten noch ein Stück Richtung Big Bend Nationalpark fahren. Erschreckenderweise zeigte das Navi eine Strecke von über 5 Stunden bis zu unserem Etappenziel, dem Ort Alpine an. Nachdem wir aber von der Route, die das Navi vorgab abgewichen waren und uns auf unsere vorherigen Recherchen verließen waren wir in gut drei Stunden am Ziel. Erkenntnis dieses Tages ist also, dass man dem Nationalpark unbedingt besuchen sollte und man sich auf Navigationssysteme nur eingeschränkt verlassen kann.
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