Donnerstag, 17. November 2016

10. Tag 16.11.2016 Arlington - Fort Worth - Wichita Falls


Nun ist es also soweit. Nachdem ich mich bisher erfolgreich davor drücken konnte den Blog zu schreiben und dieses wohlwollend Catrin überlassen habe, muss ich heute ran. Nach dem Frühstück folgte, wie bereits gestern angekündigt, die Führung im At&t Stadium. Der Heimstätte der Dallas Cowboys. Die Arena ist eine der modernsten der Welt. Neben den Spielen der NFL finden hier viele andere Veranstaltungen statt. Wrestlemania, Rodeo und  ein Camp für Pfadfindergruppen mit Übernachtung auf dem Spielfeld sind nur einige davon. Wir haben uns bereits vor der Reise dazu entschieden die Arena zu besuchen. Da aber leider keines der Heimspiele der Cowboys in unseren Zeitplan passte, blieb uns nur eine Führung. Um 10 Uhr wurden wir pünktlich von unserem Tourguide Barbara am Eingang der Arena empfangen. Barbara lebte 20 Jahre in Deutschland und so nutzte sie im Verlauf der Tour immer wieder die Möglichkeit mit uns ein paar Worte auf Deutsch zu wechseln. Als es zur Frage kam, wer welches Footballteam unterstützt, drückte sie uns gleich den Stempel der Deutschen auf und das vor der ganzen Gruppe. Nachdem wir uns diverse Daten und Fakten über die Arena anhören durften gingen wir durch diverse VIP Bereiche (inkl. der Loge des Besitzers der Cowboys). Sehr interessant, wobei auffiel, dass die Arena wirklich sehr edel gestaltet war. Bei Baukosten, welche vier Mal höher waren als bei der Münchener Allianzarena kann man das aber wohl auch erwarten. Auch bemerkenswert ist, dass man wirklich von jedem Platz im Stadion einen exzellenten Blick auf die HD Videoleinwand im Stadion hat. Wobei man sich schon die Frage stellen muss ob diese nicht zu sehr vom eigentlichen Spielgeschehen ablenkt Zudem gibt es rund 400 weitere Fernseher, die quasi in jedem Flur und Kioskstand aufgebaut wurden, damit der hungrige Fan auch wirklich keine Sekunde vom Spiel verpasste. Ein Highlight war neben der Umkleidekabine der Cowboys auch die Tatsache, dass man am Ende der Tour so lange wie man wollte auf dem Spielfeld bleiben konnte. Einige nutzten dies und spielten auf dem Kunstrasen eine Runde Football. Wir begnügten uns damit ein paar Fotos zu machen. Ruhig war es dabei aber nicht, da zeitgleich eine Horde Kinder das Feld eroberte. Der Kunstrasen war härter als erwartet und es war Granulat darauf verstreut, die man jedes Mal abwischen musste, sobald man den Rasen berührt hat.
























Neben dem At&t Stadium befindet sich das Stadion der Texas Rangers (Baseball) wir nutzen dies für einen kurzen Fotostopp.






Nach der Tour entschieden wir uns noch einmal nach Fort Worth zu fahren und dort eine von nur zwei Druckereien in den USA zu besuchen, welche die Dollarnoten drucken. Da hier besondere Sicherheitsbestimmungen gelten konnten wir diesen Besuch leider nicht im Bild festhalten. Interessant war es trotzdem. Wir wurden am Eingang nach der Sicherheitskontrolle mit einem kleinen Zug abgeholt der uns zum Besucherzentrum fuhr. Von hier aus konnte man sich in einer Self-Guided Tour die Produktion von einem Gerät erklären lassen. Dabei konnte man von einem verglasten Weg oberhalb der Produktionsstätten jeden Schritt verfolgen. Es arbeiteten nur wenige Mitarbeiter dort und diese winkten und zeigten uns die Dollarscheine. Diese werden aufwendig in mehreren Druckverfahren gedruckt und sind zunächst auf einem großen Bogen zusammen aufgedruckt bevor sie ziemlich am Ende getrennt werden.
In einer Ecke am Ende der Tour konnte man dann noch einen kleinen Souvenirshop besuchen. Dort gab es die Bögen mit den vielen Scheinen, Säcke mit geschredderten Scheinen und sogar Weihnachtsbaumanhänger, die aus Dollarscheinen bestanden.
Nach diesem kurzen Zwischenstopp in der Druckerei ging es mit dem Auto in Richtung Fort Worth Stockyards. Wir hatten diese  ja bereits gestern Abend besucht. Um 11:30 und um 16:00 Uhr werden jeden Tag Longhorn Rinder durch die Straßen getrieben. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Pünktlich um 15:30 waren wir da. Parken war auch hier wieder kein Problem. Es gab unzählige Parkplätze, die mit 5-7 $ pro Tag recht günstig waren oder man parkte, wie wir, an der Straße. Dies war bei einer Parkdauer von 2 Stunden tagsüber kostenlos. Wir hatten noch eine halbe Stunde bis es losgehen sollte. Wir schauten uns noch etwas die Umgebung an. Alles war wirklich schön in traditioneller Westernweise angelegt. Jetzt noch ein kurzer Besuch im Visitor Center und wir sahen sie schon kommen. Die Cowboys mit ihren Rindern. Um 2 Minuten später war alles auch schon wieder vorbei. Traditionell ja aber wirklich ein kurzes  Schauspiel. Naja was soll´s. Wir schauten uns also weiter die Umgebung an. Ein alter Bahnhof mit vielen kleinen Shops und Restaurants gehörte ebenso dazu wie eine Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Rodeoarena. In dieser Arena finden jede Woche Freitag und Samstag Rodeos statt. Leider war heute erst Mittwoch. Aber auch ohne Veranstaltung war es ziemlich cool. Nachdem die Rinder von ihrem Walk durch die Straßen (insgesamt aber nicht länger als 300 Meter) wieder in ihren Ställen angekommen waren konnte man sie hier beobachten. Den besten Blick hat man hierbei von einem kleinen Steg, welcher oberhalb der Ställe extra angelegt wurde. Die Hörner sind wirklich sehr beeindruckend und man hörte regelmäßig ein „Klong“, da die Longhorns sich gegenseitig mit den Hörnern in die Quere kamen. Es gab Tiere, die hatten riesige Hörner und passten kaum durch die Tore und andere die zwar kleinere hatten, aber trotzdem etwas tollpatschig daher kamen und ständig das Horn dem Nachbarrind in den Hintern, Seite oder anderes Körperteil stachen. Im Sommer sind die Stockyards voll mit ganz vielen Longhorns, wir hingegen hatten leider nur so 15-20, die sich im einem kleinen Areal befanden.


















Nachdem wir noch etwas durch die Straßen schlenderten ging es mit dem Auto Richtung Wichita Falls. Dies sollte unser nächstes Ziel auf der Reise sein. Wir legten noch einen kleinen Halt in Justin ein. Hier befindet sich ein Western Boot Outlet. Schnell stellte sich heraus, dass es nicht so einfach ist in dem riesigen Laden die passenden Schuhe zu finden. Da wir erst kurz vor Ladenschluss ankamen konnten wir uns nur einen kurzen Überblick verschaffen und kauften nichts. Das Größensystem war kompliziert, es gab eine generelle Größe für die Fußlänge, eine für die Höhe des Schuhs, eine für den Hacken und eine für die Zehen, so ganz ohne Hilfe war das einfach nicht machbar. Catrin probierte zwar den einen oder anderen Schuh an, aber nur selten schaffte sie es auch ihren Fuß ganz bis auf den Boden zu stecken.  Die Preise waren aber auch noch relativ hoch. Von daher vielleicht auch besser so. Das schont die Reisekasse.  



Als wir den Laden um 18 Uhr verließen war es Stockfinster geworden. Die Beleuchtung der Straßen ist leider fast an allen Straßen nicht existent. Und auch unser Scheinwerfer sorgte nur teilweise für gute Sicht. Trotzdem erreichten wir nach weiteren drei Stunden inkl. eines weiteren Zwischenstopps bei Walmart, Wichita Falls. Ob sich dieser Halt lohnt? Wir werden berichten.

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