Nun ist es also soweit. Nachdem ich
mich bisher erfolgreich davor drücken konnte den Blog zu schreiben und dieses
wohlwollend Catrin überlassen habe, muss ich heute ran. Nach dem Frühstück
folgte, wie bereits gestern angekündigt, die Führung im At&t Stadium. Der
Heimstätte der Dallas Cowboys. Die Arena ist eine der modernsten der Welt.
Neben den Spielen der NFL finden hier viele andere Veranstaltungen statt.
Wrestlemania, Rodeo und ein Camp für
Pfadfindergruppen mit Übernachtung auf dem Spielfeld sind nur einige davon. Wir
haben uns bereits vor der Reise dazu entschieden die Arena zu besuchen. Da aber
leider keines der Heimspiele der Cowboys in unseren Zeitplan passte, blieb uns nur
eine Führung. Um 10 Uhr wurden wir pünktlich von unserem Tourguide Barbara am
Eingang der Arena empfangen. Barbara lebte 20 Jahre in Deutschland und so
nutzte sie im Verlauf der Tour immer wieder die Möglichkeit mit uns ein paar Worte
auf Deutsch zu wechseln. Als es zur Frage kam, wer welches Footballteam
unterstützt, drückte sie uns gleich den Stempel der Deutschen auf und das vor
der ganzen Gruppe. Nachdem wir uns diverse Daten und Fakten über die Arena
anhören durften gingen wir durch diverse VIP Bereiche (inkl. der Loge des
Besitzers der Cowboys). Sehr interessant, wobei auffiel, dass die Arena
wirklich sehr edel gestaltet war. Bei Baukosten, welche vier Mal höher waren
als bei der Münchener Allianzarena kann man das aber wohl auch erwarten. Auch
bemerkenswert ist, dass man wirklich von jedem Platz im Stadion einen exzellenten
Blick auf die HD Videoleinwand im Stadion hat. Wobei man sich schon die Frage
stellen muss ob diese nicht zu sehr vom eigentlichen Spielgeschehen ablenkt Zudem
gibt es rund 400 weitere Fernseher, die quasi in jedem Flur und Kioskstand
aufgebaut wurden, damit der hungrige Fan auch wirklich keine Sekunde vom Spiel
verpasste. Ein Highlight war neben der Umkleidekabine der Cowboys auch die Tatsache,
dass man am Ende der Tour so lange wie man wollte auf dem Spielfeld bleiben
konnte. Einige nutzten dies und spielten auf dem Kunstrasen eine Runde
Football. Wir begnügten uns damit ein paar Fotos zu machen. Ruhig war es dabei
aber nicht, da zeitgleich eine Horde Kinder das Feld eroberte. Der Kunstrasen
war härter als erwartet und es war Granulat darauf verstreut, die man jedes Mal
abwischen musste, sobald man den Rasen berührt hat.
Neben dem At&t Stadium befindet
sich das Stadion der Texas Rangers (Baseball) wir nutzen dies für einen kurzen
Fotostopp.
Nach der Tour entschieden wir uns
noch einmal nach Fort Worth zu fahren und dort eine von nur zwei Druckereien in
den USA zu besuchen, welche die Dollarnoten drucken. Da hier besondere
Sicherheitsbestimmungen gelten konnten wir diesen Besuch leider nicht im Bild
festhalten. Interessant war es trotzdem. Wir wurden am Eingang nach der
Sicherheitskontrolle mit einem kleinen Zug abgeholt der uns zum Besucherzentrum
fuhr. Von hier aus konnte man sich in einer Self-Guided Tour die Produktion von
einem Gerät erklären lassen. Dabei konnte man von einem verglasten Weg oberhalb
der Produktionsstätten jeden Schritt verfolgen. Es arbeiteten nur wenige
Mitarbeiter dort und diese winkten und zeigten uns die Dollarscheine. Diese
werden aufwendig in mehreren Druckverfahren gedruckt und sind zunächst auf
einem großen Bogen zusammen aufgedruckt bevor sie ziemlich am Ende getrennt
werden.
In einer Ecke am Ende der Tour
konnte man dann noch einen kleinen Souvenirshop besuchen. Dort gab es die Bögen
mit den vielen Scheinen, Säcke mit geschredderten Scheinen und sogar
Weihnachtsbaumanhänger, die aus Dollarscheinen bestanden.
Nach diesem kurzen Zwischenstopp in
der Druckerei ging es mit dem Auto in Richtung Fort Worth Stockyards. Wir
hatten diese ja bereits gestern Abend
besucht. Um 11:30 und um 16:00 Uhr werden jeden Tag Longhorn Rinder durch die
Straßen getrieben. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Pünktlich
um 15:30 waren wir da. Parken war auch hier wieder kein Problem. Es gab
unzählige Parkplätze, die mit 5-7 $ pro Tag recht günstig waren oder man
parkte, wie wir, an der Straße. Dies war bei einer Parkdauer von 2 Stunden
tagsüber kostenlos. Wir hatten noch eine halbe Stunde bis es losgehen sollte.
Wir schauten uns noch etwas die Umgebung an. Alles war wirklich schön in traditioneller
Westernweise angelegt. Jetzt noch ein kurzer Besuch im Visitor Center und wir
sahen sie schon kommen. Die Cowboys mit ihren Rindern. Um 2 Minuten später war
alles auch schon wieder vorbei. Traditionell ja aber wirklich ein kurzes Schauspiel. Naja was soll´s. Wir schauten uns
also weiter die Umgebung an. Ein alter Bahnhof mit vielen kleinen Shops und
Restaurants gehörte ebenso dazu wie eine Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute
Rodeoarena. In dieser Arena finden jede Woche Freitag und Samstag Rodeos statt.
Leider war heute erst Mittwoch. Aber auch ohne Veranstaltung war es ziemlich
cool. Nachdem die Rinder von ihrem Walk durch die Straßen (insgesamt aber nicht
länger als 300 Meter) wieder in ihren Ställen angekommen waren konnte man sie
hier beobachten. Den besten Blick hat man hierbei von einem kleinen Steg,
welcher oberhalb der Ställe extra angelegt wurde. Die Hörner sind wirklich sehr
beeindruckend und man hörte regelmäßig ein „Klong“, da die Longhorns sich
gegenseitig mit den Hörnern in die Quere kamen. Es gab Tiere, die hatten
riesige Hörner und passten kaum durch die Tore und andere die zwar kleinere
hatten, aber trotzdem etwas tollpatschig daher kamen und ständig das Horn dem
Nachbarrind in den Hintern, Seite oder anderes Körperteil stachen. Im Sommer
sind die Stockyards voll mit ganz vielen Longhorns, wir hingegen hatten leider
nur so 15-20, die sich im einem kleinen Areal befanden.
Nachdem wir noch etwas durch die
Straßen schlenderten ging es mit dem Auto Richtung Wichita Falls. Dies sollte
unser nächstes Ziel auf der Reise sein. Wir legten noch einen kleinen Halt in
Justin ein. Hier befindet sich ein Western Boot Outlet. Schnell stellte sich
heraus, dass es nicht so einfach ist in dem riesigen Laden die passenden Schuhe
zu finden. Da wir erst kurz vor Ladenschluss ankamen konnten wir uns nur einen
kurzen Überblick verschaffen und kauften nichts. Das Größensystem war
kompliziert, es gab eine generelle Größe für die Fußlänge, eine für die Höhe
des Schuhs, eine für den Hacken und eine für die Zehen, so ganz ohne Hilfe war
das einfach nicht machbar. Catrin probierte zwar den einen oder anderen Schuh
an, aber nur selten schaffte sie es auch ihren Fuß ganz bis auf den Boden zu
stecken. Die Preise waren aber auch noch
relativ hoch. Von daher vielleicht auch besser so. Das schont die Reisekasse.
Als wir den Laden um 18 Uhr verließen war es
Stockfinster geworden. Die Beleuchtung der Straßen ist leider fast an allen
Straßen nicht existent. Und auch unser Scheinwerfer sorgte nur teilweise für
gute Sicht. Trotzdem erreichten wir nach weiteren drei Stunden inkl. eines
weiteren Zwischenstopps bei Walmart, Wichita Falls. Ob sich dieser Halt lohnt?
Wir werden berichten.
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