Freitag, 18. November 2016

11. Tag 17.11.2016 Wichita Falls - Amarillo


Am Morgen kamen wir mal wieder nicht so richtig aus den Puschen. Wir aßen zwar recht pünktlich unsere Waffel in Texasform, bis dann aber alle Koffer und Taschen gepackt waren, wir geduscht (unsere Dusche war kaputt und musste erst repariert werden) und startklar waren, war es auch schon wieder 11 Uhr. Heute stand eigentlich nur Autofahren auf dem Programm, am Abend wollten wir in Amarillo sein. Unser erster Stopp war noch in Wichitas Falls, der Wichitas Wasserfall, der sich im Lucy Park befand. Wir hatten bereits im Internet gelesen, dass es nicht so einfach sei diesen zu finden, obwohl man bereits vom Highway einen Blick auf den Wasserfall erhaschen konnte. Wir dachten, dass sich die Leute vielleicht einfach etwas doof anstellen, denn im Park gab es ja auch Wegweiser, wenn auch nur ganz wenige. Wir liefen also durch den schön angelegten Park (es gab einen Spielplatz, einen Pool und die Möglichkeit Frisbeegolf zu spielen) und überquerten die Hängebrücke, die wir von den Bildern auf TripAdvisor wiedererkannten. Auf der anderen Seite war ein Parkplatz und der Highway, sah also alles ganz gut aus. Wir liefen also gut 1 km den Highway entlang und wurden zunehmend skeptisch, ob wir wirklich richtig waren. War sahen die Touristeninformation und wussten, wir waren falsch und drehten um. Also ging es den kompletten Weg wieder zurück und im Park wieder angekommen, liefen wir in die andere Richtung mit der Hoffnung, dem Wasserfall näher zu kommen. Wir wurden mit jedem Meter den wir zurücklegten skeptischer, ob wir überhaupt richtig waren. Wir hielten einen Jogger an, dieser war sich zwar nicht ganz sicher, glaubte aber wir würden in die richtige Richtung laufen. Kurze Zeit später zeigte ein Wegweiser jedoch genau das Gegenteil an, wir waren genervt und total verunsichert. Ein spazierengehendes Pärchen versicherte uns aber, wenn wir dem Weg weiter folgen würden, würden wir den Wasserfall auch sehen. Und tatsächlich, nach gut 10 weiteren Minuten standen wir vor dem 4-stufigen Wasserfall, der natürlich nicht so beeindruckend wie die Niagarafälle ist, aber doch ziemlich schön. Wir machten ein paar Bilder und liefen dann wieder zurück zum Auto und begannen unsere Fahrt in Richtung Childress. (Wer den Wasserfall sehen will sollte das Auto am ersten Parkplatz auf der linken Seite parken, auf die andere Seite gehen und den Trail etlang des Flusses in Richtung Ausgang komplett entlang laufen).













Childress sehr klein und hat bis auf wenige Fastfoodtempel und Motels nur wenig zu bieten. Wir fuhren nach einer kleinen Stärkung und Tanken weiter in Richtung Shamrock, wo wir dann auf die I-40, auch bekannt als Historical Route 66, weiter in Richtung Amarillo fuhren. Von dem historischen Flair hat man leider eigentlich gar nichts mitbekommen und die Straße fuhr sich wie jeder anderer Highway auch, den 20 minütigen Umweg kann man sich daher getrost sparen.


Amarillo selbst versprühte nur wenig Schwarm. Die Stadt bestand aus einer Ansammlung an Hotels, Restaurants und Tankstellen und überzeugte uns daher nicht wirklich. Wir hatten unser Motel bereits gestern gebucht, da es zwar hier viele günstige Angebote gab, diese jedoch richtig mies bewertet wurden und wir daher beschlossen hatten, ein paar Euros mehr zu investieren. Unser Motel, das Baymont Inn & Suites, machte soweit einen guten Eindruck, einzig der Fahrstuhl fehlte, was bei unserer stetig steigenden Anzahl von Plastiktüten etwas mühselig war. In der Lobby gab es kostenlos Popcorn, Limonade und frischgebackene Kekse, was will man mehr. Spätestens da hatte mich das Hotel auf seine Seite gezogen. Unser Zimmer ist aber auch ganz nett, nur das Bett scheint mit einem Stockmaß von bestimmt 1,20 m etwas hoch zu sein. Da wir erst bei Sonnenuntergang angekommen sind, musste die Fahrt zur Cadillac Ranch auf Morgen verschoben werden und so beschlossen wir jedoch schon einmal die Spraydose im nahegelegenen Walmart zu kaufen. Unser nächstes Ziel war die Big Texan Steak Ranch, ein Restaurant was für sein 72 oz (2,2 kg) großes Steak bekannt ist, welches man kostenlos bekommt, sofern man dies und diverse Beilagen innerhalb von 60 Minuten aß. Nach viel Genuss klingt das natürlich nicht, aber es gibt immer wieder welche, die es trotzdem probieren. Wer es nicht schafft, muss gut 100$ bezahlen. Wir hatten schon vor Wochen die Karte im Internet studiert und entschlossen uns für kleinere Portionen. Andreas hatte das 21 oz Steak und ich aß sowieso viel lieber Geflügel. Das Essen war gut, wenn auch nicht spitzenmäßig. Neben dem Restaurant (geschmückt in der wohl kitschigsten Weihnachtsdekoration) gab es auch eine Bar, einen Souvenirladen und eine Shooting Range, bei der man auf Platten schießen musste und sich dann die jeweilige Figur bewegte. Ich machte mit angeschalteten Blitz ein Bild und plötzlich gingen alle Figuren auf einmal los, ich hab mich ganz schön erschreckt während Andreas noch gut 3-4 weitere Bilder machte, weil er es einfach zu lustig fand. Den restlichen Abend verbrachten wir im Hotelzimmer. Während Andreas American Football schaute stöberte ich im Internet nach weiteren Reisetipps für Texas und unseren nächsten Zielen.  

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