Dienstag, 8. November 2016

1. Tag 07.11.2016 Anreise (Bremen-Amsterdam-Detroit-Pittsburgh)

7 Uhr und der Wecker klingelte mal wieder viel zu früh. Noch total verschlafen standen wir, untypisch für uns direkt nach dem ersten Klingeln, auf und fingen mit den letzten Vorbereitungen an. Wir hatten noch keinen einzigen Koffer gepackt, die Wäsche lag noch immer im Trockner und auch die Elektrogeräte waren noch nicht alle aufgeladen. Das typische Chaos begann also bereits sehr früh am Morgen. Die Wäsche wurde rausgeholt und sortiert, es wurde sich geduscht, rasiert (Andreas) und die Kleidung für das Flugzeug besprochen (wie eigentlich jedes Mal gewann die Jogginghose und das T-Shirt). Da unser Kühlschrank schon fast leer war gab es zum Frühstück belegte Brötchen vom Bäcker die wir schnell zwischen dem Packen aßen. Die Koffer füllten sich langsam und auch der Handgepäckskoffer sollte diesmal ins aufgegebene Gepäck verstaut werden, was natürlich zusätzliches Gewicht bedeutete. Die gut 10 kg Schokolade und andere Gastgeschenke mussten aber  trotzdem irgendwie verstaut werden. Am Ende hatte jeder Koffer laut Kofferwaage gut 1-2 kg Übergepäck, das war uns aber egal, die Sachen mussten nun einmal alle mit.
Um 8 Uhr entschloss ich mich noch schnell die Bilder von dem PC auf meine externe Festplatte zu speichern, da ich diesen mitnehmen wollte und dies zuvor nicht getan hatte. Selbstverständlich hab ich die Zeit, die dies in Anspruch nehmen würde komplett unterschätzt. So standen wir da, Andreas Vater, der uns zum Flughafen bringen wollte und wir in der Stube und warteten darauf, dass der Prozess endlich abgeschlossen wird. Konnte ja keiner ahnen, dass dies über eine Stunde dauert….
Danach ging es jedenfalls ganz flott. Laptop in den Rucksack verstaut, Kleidung und Entertainment oben drauf und schon waren wir bereit… die Reise konnte beginnen.


Am Flughafen angekommen ging alles ganz schnell. Die Koffer waren schnell aufgegeben (hatten nur leichtes Übergewicht), die Sicherheitskontrolle war auch komplett leer (da hatte man gleich Zeit uns besonders gründlich zu durchsuchen) und im Wartebereich tummelten sich auch um 10 Uhr kaum Menschen. Warten nervt natürlich, aber was soll man machen. Der Flug nach Amsterdam war schnell und reibungslos. In Amsterdam selber hatten wir kaum Zeit und mussten schnell zum nächsten Gate. Obwohl wir gut 30 Minuten zu früh angekommen sind und eine planmäßige Umsteigezeit von einer Stunde hatten sind wir zum „final call“ erst am Gate gewesen. Hat sich dann doch alles irgendwie gezogen mit den Passkontrollen (insgesamt 3 Stück!!) und den doch etwas langen Wegen. Naja, wir haben es ja geschafft und waren eine der letzten im Flugzeug. Da wir nur unsere Rücksäcke als Handgepäck hatten, brauchten wir uns auch bzgl. der Staufläche keinerlei Gedanken machen, passte. Das Flugzeug war technisch sehr modern und vom Platz her auch sehr angenehm. Nur der ältere Herr vor Andreas schien nicht damit einverstanden zu sein, dass sich Menschen auch in Flugzeugen hin und wieder bewegen müssen und drehte sich schon bei jeder kleineren Berührung des Vordersitzes aufgeregt um. Naja was soll´s. Der kleine Bordcomputer hatte einen USB-Anschluss, den Anschluss für die Kopfhörer direkt beim Bildschirm und eine riesen Auswahl an Filmen, Serien und Spielen, die man auch gemeinsam spielen konnte. Wir waren also bestens unterhalten auf unseren gut 8 Stunden langen Flug von Amsterdam nach Detroit. Wir schauten uns gemeinsam Bad Moms an, spielten ein wenig, aßen die diversen Snacks und Mahlzeiten, liefen ein wenig auf und ab im Flugzeug, schauten einen weiteren Film (Ich= Bad Neighbors 2 Andreas= Angry Birds), versuchten ein wenig zu schlafen (erfolglos) und kamen dann komplett fit und zufrieden in Detroit an.

Da wir in Detroit erstmalig amerikanischen Boden betraten (auch wenn es nur der Flughafen war), mussten wir durch die Immigration. Von unseren letzten USA-Urlauben kannten wir die ewig langen Schlangen, das nervige Warten und lange Stehen – nicht aber so in Detroit. Es war kaum eine Schlange da, die Immigration machte man über einen Computer vorweg (mein Bild sah ziemlich schlimm aus) und beim Mitarbeiter am Schalter gab es dann nur noch den Stempel in den Pass und ein paar letzte Fragen. Unser war ganz nett und unterhielt sich mal gut 5 Minuten mit uns (er wollte auch schon immer mal nach Texas war aber nie da). Wir wurden natürlich reingelassen und konnten unsere Koffer in Empfang nehmen, die wir nach dem Zoll direkt wieder abgeben durften.
So standen wir in Detroit, gut 4 Stunden vor unserem nächsten Abflug, gut genährt und eigentlich ganz munter. Leider änderte sich dieser Zustand schnell, denn der Flughafen ist einfach nur langweilig. Es gibt echt nichts was man da machen kann. Wir liefen also die Gänge hoch und runter, schauten uns den Brunnen an, fuhren mit dem Zug, bummelten durch die Läden, inspizierten gut 10 Speisekarten um uns dann doch bei McDonalds unser Abendbrot zu besorgen.



Die restliche Wartezeit verbrachten wir vorm Gate. Ich schlief etwas und Andreas achtete darauf, dass wir den Flug nicht verpassten. Kurz vor Boarding bekam ich dann so schlimm Nasenbluten, dass wir fast noch unseren Flug nach Pittsburgh verpasst hätten, aber zum Glück nur fast. Der Flug ging gerade einmal 40 Minuten und war somit der angenehmste von allen.
In Pittsburgh wurden wir dann von Jack (dem jüngsten von 3 Gastkindern) und dem aktuellem Au Pair (Esther) abgeholt, da Hank und Karen (meine Gasteltern) noch auf Geschäftsreise waren.
Es stellte sich schnell das Heimatgefühl ein: Welcome home!
Hank kam kurze Zeit später auch, wir quatschen noch ein wenig und fielen dann erschöpft ins Bett.
It’s good to be home <3






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