Samstag, 19. November 2016

12. Tag 18.11.2016 Amarillo- Palo Duro State Park - Caprock Canyons - Lubbock


Heute kamen wir, entgegen unsere Natur, doch recht früh aus dem Bett, sodass wir bereits um kurz nach acht in Richtung Cadillac Ranch aufbrechen konnten. Rund 20 Minuten später waren wir auch schon da. Inmitten eines gerodeten Maisfeldes standen sie. Etwa 10 Bunt angesprühte Cadillacs. (Sie sind das Ergebnis eines Kunstprojektes von Künstlern aus San Francisco.) Nun konnten wir es auch gar nicht mehr abwarten und mussten uns mit der gestern im Walmart gekauften Spraydose verewigen.  Rund um die Cadillacs lagen auch noch weitere Spraydosen umher, sodass sogar noch etwas mehr Farbe ins Spiel kam. Etwa eine halbe Stunde hielten wir uns dort auf, dann waren alle Ideen umgesetzt und alle Fotos geschossen. Da es heute das erste Mal richtig kalt war reichte dies aber auch aus. Der Wind war eiskalt und Windgeschützt war es auf dem offenen Feld natürlich auch gar nicht.
Nun sollte es aber schnell Richtung Palo Duro State Park gehen. Aber daraus wurde leider noch nichts. Grund dafür war Old Navy. Ein laden der bereits in der Woche von Black Friday sein komplettes Sortiment um 40% reduziert hat. So durfte ich rund eine Stunde den Einkaufsberater spielen und Catrin war im Shoppingrausch. Ich muss aber zugeben, dass die Preise, insbesondere im Sale, wirklich unschlagbar waren.
Um etwa halb elf konnten wir nun um einige Hosen und Oberteile bereichert endlich in Richtung Canyon aufbrechen. Eine knappe Stunde später war der Eingang zum State Park erreicht. Schnell 5$ pro Person bezahlt und wir konnten einfahren. Am Anfang befand sich direkt das Besucherzentrum und ein Overlook. Es war schon ein faszinierendes Bild. Immerhin ist der Canyon der zweitgrößte der USA nach dem Grand Canyon. Es führte dann eine Straße in den Canyon selbst und man konnte eine kleine Rundfahrt machen. Von der Straße gingen immer wieder kleinere oder größere Trails ab. Der bekannteste führt wohl zu einem Leuchtturm, welcher auch als Wahrzeichen des Parks gilt. Leider muss man für den Weg hin und wieder zurück etwa drei Stunden einplanen, sodass wir uns aus Zeitgründen mit zwei bis drei kleineren Trails begnügten. Aber auch hier konnte man schon einen Eindruck über die hiesige Natur gewinnen. Es fiel auf, dass fast niemand außer uns im Park unterwegs war. So konnte man aber zumindest ungestört die Natur genießen. Im Sommer werden hier auch Touren mit einem Jeep oder Pferden angeboten wohin gegen jahreszeitunabhängig unzählige Trails für Mountenbikefahrern geschaffen wurden.
















Nach dem Palo Duro State Park stand heute noch ein weiterer State Park auf dem Programm. Es war der Caprock Canyons State Park & Trailway. So machten wir uns also auf den Weg. Die etwa 2 Stündige Fahrt war nicht allzu spannend. Viele Baumwollfelder, ansonsten viel fast unbewohnte Gegend.
Der Caprock Canyons State Park ist für seine Bisons bekannt. Wir fuhren also erwartungsvoll ein der Park ein. Und auch gleich zu Beginn konnten wir einen Blick auf einige Bisons erhaschen, die friedlich auf einer Wiese grasten. Sie waren etwa 100 Meter entfernt. Aber das war doch schon einmal gar nicht schlecht. Mal schauen was uns noch so erwartet dachten wir. Es folgte ein kurzer Besuch im Visitor Center, wo wir bezahlen mussten und ein Map erhielten. Dann machten wir uns auf in den Park. Es ging vorbei an einem kleinen See und an diversen Campgrounds. Ansonsten entsprach die Natur weitestgehend der im Palo Duro State Park. Wir fuhren also einmal bis an das Ende des Parks. Es war wirklich schön. Was leider fehlte waren die Bisons. Nur eine Horde Präriehunde entzückte uns. Sie spielten und flitzen überall entlang. Ziemlich cool. Trotzdem waren wir etwas enttäuscht als auch auf der Rückfahrt bis etwa zur Hälfte des Parks keine Bisons mehr zu sehen waren, nur deren Fußabdrücke und andere Hinterlassenschaften. Aber es unterhielten uns andere. So stießen wir auf Road Runner. Diese rennen tatsächlich, ähnlich wie bei Loony Tunes die Straße entlang. Sieht irgendwie lustig aus. Also man könnte sagen wir wurden gut unterhalten. Doch die Bisons fehlten nach wie vor. Hinter einer Kurve dann auf einmal waren sie doch noch da. Eine ganze Horde Bisons. Ganz nah standen sie da. Sie querten die Straße und waren am Fressen und tranken aus einem Trog. Wir stiegen sogar aus um ein paar Bilder mit ihnen zu machen. Natürlich nicht zu nah. Es sind halt doch große Tiere mit denen man sich nicht so gerne anlegt. Catrin war dabei natürlich sehr schreckhaft. Sie hatte in einem Heft gelesen, dass man flüchten soll wenn sie den Schwanz heben. Als dies bei einem Tier geschah überschlug sie sich fast um wieder ins sichere Auto zu kommen. Dabei wollte das Bison nur Kacken. Also alles halb so schlimm. So hielten wir uns dann doch noch eine Weile bei den Tieren auf. Es war schon ziemlich cool. Auch ein paar hundert Meter später kreuzten noch andere Bisons die Straße, bevor wir den Park wieder verließen. Alles in allem ist dieser Park wegen seiner Tiere für uns noch einmal eine ganze Ecke interessanter als der Palo Duro. Wir machten uns anschließend auf nach Lubbock. Wir brauchten noch einmal etwa zwei Stunden bis wir unser nächstes Etappenziel erreichten. Als wir angekommen fielen wir nach dem Essen erschöpft ins Bett.

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