Ein neuer Tag ein neuer Versuch
pünktlich das Hotel zu verlassen und früh auf der Straße zu sein. Und wie an
fast allen anderen Tagen auch, ein erneutes, klägliches Scheitern. Wir waren
wieder erst gegen 9.30 Uhr in Richtung Roswell unterwegs. Die Fahrt dauerte 2,5
Stunden und zog sich ewig hin, da es auch keinerlei interessante Dinge am
Straßenrand zu entdecken gab. Die Landschaft war platt und man fuhr die ganze
Zeit dem Horizont entgegen. Das Willkommen in New Mexiko Schild blieb aus, die
erste Enttäuschung des Tages. Man will uns scheinbei nicht willkommen heißen.
In Roswell angekommen folgte schnell die zweite Enttäuschung. Hier ist absolut
gar nichts los, hier ist also quasi der Hund begraben. Die meisten Läden waren
geschlossen (und das an einem Samstag) und von Aliens weit und breit keine
Spur. Im Visitor Center, welches wir gleich als erstes aufsuchten, fand ein
Weihnachtsmarkt statt, für den man sogar Eintritt bezahlen sollte – wir sparten
uns dies. Wir nahmen uns eine Stadtkarte und fuhren zu der dort angezeigten
„Alienecke“, die sich gut 7 Blocks entlang der Hauptstraße befinden sollte.
Parken war zum Glück überhaupt kein Problem und so schlenderten wir die Straße
entlang, stets auf der Suche nach einem UFO oder Alien, ohne jeden Erfolg. Es
gab vereinzelt Läden die ihre Schaufenster mit ein paar Aliens geschmückt
hatten, welche wo man T-Shirts und diverse andere Gadgets mit Aliens bekommen
kann und ein Museum rund um das Ereignis von 1947. Das eigentliche Highlight
war der McDonalds, der wie ein UFO aussah, ansonsten ist die Stadt sehr
heruntergekommen und man versucht nur zwanghaft den Mythos zu erhalten. Ein
Besuch können wir nur den Leuten empfehlen, auf dessen Route das eh liegt.
Nach unserem kurzen Stopp in
Roswell ging es weiter zum White Sands National Monument, dass besonders
Andreas gerne sehen wollte. Die Fahrt dorthin war landschaftlich definitiv
aufregender, denn je weiter wir fuhren, desto mehr Berge und Hügel sehen wir. So
verliefen die fast 3 Stunden zwar nicht im Flug, aber vergingen deutlich
schneller als noch die letzten. Am White Sands National Monument angekommen,
geht es auch hier erst einmal ins Visitor Center, ich bekam einen Stempel in
meinen Nationalpark-Pass, wir holten uns eine Karte und machten Bilder vom
Eingangsschild, bevor wir uns Richtung Eingang machten. Dort erlebten wir eine
Überraschung, das Computersystem ist abgestürzt und somit durften alle Gäste
umsonst rein – das freute uns natürlich, 10$ gespart. Kaum waren wir die ersten
100 Meter gefahren, sahen wir sie, die weißen Gipsdünen, die sich langsam vor
uns auftürmten. Die ersten 2 Trails waren leider geschlossen, daher konnten wir
erst beim 3 Trail aussteigen und diesen entlanglaufen. Hier war der Weg über
die Düne leider verboten, daher mussten wir uns noch etwas gedulden, bis wir
zum nächsten Parkplatz (vielleicht 100 m entfernt) gelangten und endlich den
weißen „Sand“ spüren durften. Wir liefen durch die Dünen, machten viele Bilder,
schrieben Dinge in den „Sand“ und sonnten uns ein wenig, denn heute war es
wieder richtig schön warm und sonnig. Nach einem ausgiebigen Ausflug in die
Dünen ging es weiter zum nächsten Stopp und den nächsten Dünen die wir
erklimmen und den ganz weichen Gips durch unsere Hände rieseln lassen.
Viele der Leute hatten sich Schlitten mitgebracht und versuchten die Dünen hinunter zu schlittern. Wir hatten natürlich keinen, dass hielt Andreas jedoch nicht davon ab es auch mal auszuprobieren. Gedacht, getan – schon rannte er die Dünen mit 3 Mülltüten hoch, setzte sich drauf und blieb stecken. Es war ein Bild für die Götter, egal wie viel er wackelte und sich „anschob“, er kam einfach keinen cm weiter. Plastiktüten eignen sich wohl nicht wirklich.
Viele der Leute hatten sich Schlitten mitgebracht und versuchten die Dünen hinunter zu schlittern. Wir hatten natürlich keinen, dass hielt Andreas jedoch nicht davon ab es auch mal auszuprobieren. Gedacht, getan – schon rannte er die Dünen mit 3 Mülltüten hoch, setzte sich drauf und blieb stecken. Es war ein Bild für die Götter, egal wie viel er wackelte und sich „anschob“, er kam einfach keinen cm weiter. Plastiktüten eignen sich wohl nicht wirklich.
Wir genossen noch ein wenig die
unglaublichen Dünen (es sieht aus wie Schnee auf der Straße und fühlt sich
genau wie ganz feiner Sand an) bevor wir uns auf den Weg nach El Paso
machten, gut 1,5 Stunden entfernt.
Dort checkten wir in dem heute früh
gebuchten Motel ein und wünschten wir hätten ein paar Euros mehr investiert.
Das Super Lodge Motel in El Paso hatte gute Bewertungen, aber wie die dazu
gekommen sind ist uns schleierhaft. Am liebsten wären wir rückwärts wieder
rausgegangen. Es roch total muffig, der Teppich hatte tausend Flecken, das
Badezimmer war eine Zumutung und das Bett war durchgelegen. Wir versuchten den
Abend so wenig wie möglich im Zimmer zu sein und beschlossen noch ein wenig
durch Walmart zu schlendern und dann bei Chilli’s Abendbrot zu essen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen