Da war er nun, der Tag den wir so
lange wie möglich verdrängen wollten, der Abflugtag. Leider endet jeder Urlaub
irgendwie immer viel zu früh und die Zeit hat wie immer nicht ausgereicht um
alles zu sehen und zu erleben. Wir starteten unseren Tag wieder mit einem
ausgiebigen Frühstück und mussten dann dringend die Koffer packen. Wir haben
natürlich viel zu viel geshoppt und die Einkaufstüten stapelten sich im
Hotelzimmer. Das wurde noch ein ganz schön hartes Stück Arbeit, die neu
gekauften Errungenschaften auch zu verstauen. Unser Ziel war es, die Koffer mit
allen zerbrechlichen Sachen und Kleidungen zu füllen und die schweren Hosen
z.B. in den Handgepäckskoffer zu stecken. Wir machten uns trotz mangelnder
Motivation ganz gut und um 10 Uhr waren bereits die großen Koffer gefüllt,
leider nahm die Anzahl der Tüten irgendwie nicht ab. Auf diesen Schock wurden
erst einmal die Reste von der Cheesecake Factory gegessen und ausgiebig
geduscht, vertagen ist manchmal einfach etwas einfacher. Kurz bevor wir aus dem
Hotel auschecken mussten, stopften wir alle anderen Sachen in die
Handgepäckskoffer und unsere Rucksäcke sowie in die Plastiktüte, die ich
zusätzlich zu meiner Kameratasche noch als Handgebäck durchschleusen wollte. Da
wir ja noch nicht genug Krempel eingepackt hatten, ging unser erster Stopp vor
dem Flughafen zu einem Walmart um noch ein paar Süßigkeiten zu kaufen, die wir
in Deutschland einfach nicht bekommen. Der Einkauf fiel allerdings deutlich
kleiner aus, als wir es normal gemacht hätten.
Am Flughafen angekommen tankten wir
schnell unser Auto voll (8$) und gaben unser schrottiges Gefährt ab. Der Schuttlebus
brachte uns schnell zum Terminal und dann hieß es mal wieder warten. Natürlich
war unser Schalter der vollste und es dauerte einige Zeit, bis wir unsere
Koffer endlich abgeben durften. Wir hatten viel Zeit eingeplant, daher war es
zeitlich kein Problem, jedoch hatten wir uns bereits den Temperaturen in
Deutschland passend angezogen und somit schwitzten wir in unserer langen
Kleidung, da es in Houston auch kurz vor Dezember noch immer um die 28 Grad
waren. Bei der Kofferabgabe der Schock, die wollten unsere Handgepäckskoffer
wiegen – ach du Scheiße. Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet und die 12
erlaubten kg, waren natürlich auch nicht so viel, da hierzu nicht nur der
Handgepäckskoffer sondern auch unsere Rücksäcke zählten. Alles zusammen hat pro
Person bestimmt an die 20 kg gewogen. Wir hatten ungemein Glück mit der
Mitarbeiterin, die uns einen Teil in den Koffer packen lies und uns dann
trotzdem durchwinkte – noch einmal Schwein gehabt. Im Flugzeug angekommen der
nächste Schock, dieses Flugzeug war für kleine, schlanke Menschen gebaut. Die
Sitze waren sehr eng und die Armlehne ließ sich nur halb hochklappen. Es war so
unbequem und die 9 Stunden wären der absolute Horror gewesen, wenn der Mann der
neben mir saß nicht von der Stewardess umgesetzt worden wäre, da es noch ein
paar Plätze frei waren und die versucht hatten allen ein wenig mehr Platz zu
geben. Wir waren richtig froh, bis das Flugzeug zum Starten kam. Wir waren erst
wenige Meter in der Luft plötzlich gab es einen lauten Knall, es ruckelte unter
uns und unser Flugzeug gewann einfach nicht an Höhe. Bei uns machte sich Panik
breit und wir hatten beide ein sehr ungutes Gefühl und waren angespannt. Was
das war, wissen wir natürlich nicht, aber scheinbar war das Flugzeug ja
trotzdem flugtüchtig.
Der Flug war lang und total nervig.
Scheinbar hat sich die Fluggesellschaft gedacht, alle Babys (bestimmt so 9
Stück) in einem Abteil, unserem, unterzubringen. So verbrachten wir die 9
Stunden Flug mit Non-Stopp Babygebrüll, abwechselnd mal nur eins, dann mal ein
Duo, Trio oder Quartett – einfach nur anstrengend. Es gab vielleicht eine
Stunde, wo mal alle gleichzeitig ruhig waren. Nach dem langen Flug ging es in
Amsterdam dann schnell zum nächsten Terminal und dann saßen wir auch schon im
Flug nach Bremen. In Bremen wurden wir von Andreas Vater abgeholt und fielen
dann komplett erschöpft ins Bett um ein paar Stunden Schlaf nachzuholen.